Diesmal endgültiges Aus für Göppel?
« am: 31. Oktober 2014, 11:13 »
Nicht schon wieder. DER innovative Bushersteller (Mittel)Deutschlands (Hängerzüge, AutoTram) mußte wieder Insolvenz anmelden. Hier eine auf Facebook veröffentlichte Meldung:

https://www.facebook.com/171867412873661/photos/a.173820029345066.43943.171867412873661/791196630940733/?type=1&theater

Wenn schon der Geschäftsbetrieb eingestellt wurde, siehts düster aus. Obwohl kürzlich noch 12 Hänger nach München geliefert wurden, und auch der Subbie Griensteidl zwei Züge bestellt hat.
Bist du beim Trinken, so bleib auch dabei. Deine Frau schimpft um zehn genau so wie um zwei.

Antw:Diesmal endgültiges Aus für Göppel?
« Antwort #1 am: 01. November 2014, 09:37 »
Ich versteh das nicht. Göppel baut in Mitteldeutschland, während MAN (nur bspw.) in der Türkei oder Polen baut. MAN bekommt den Bus of the year Preis, auch wegen den CNG Tank. Den könnte man sich aber wegen der zusätzlichen Transport-Umweltbelastung sparen.... Es geht echt nur noch nach dem Geld....

MFG

Antw:Diesmal endgültiges Aus für Göppel?
« Antwort #2 am: 01. November 2014, 20:24 »
Nicht schon wieder.
Naja, dann soll man den Laden endlich ganz zumachen. Die Berg- und Talbahn aus "es geht weiter" und der nächsten Insolvenz hält kein vernünftiger Kunde aus. Schon bei der 2012er Insolvenz wurde bei potentiellen Kunden nicht mit offenen Karten gespielt.

Letztlich hat sich Göppel doch das Grab auch selbst geschaufelt, als die Firma in Konkurrenz zum bisherigen Partner MAN ging. Klar, dass MAN dann einen anderen Aufbaupartner für spezielle Busse gesucht hat.

Und dann wäre noch die ominöse Strafanzeige gegen die Thüsac-Geschäftsleitung, weil angeblich MAN bevorzugt wird. Themen waren hier u.a. eine dreigeteilte Frontscheibe und stehende Pedale. Angeblich (laut Göppel-Mitleidssuche in einem Zeitungsartikel) bietet das nur MAN an und kein anderer Wettbewerber. Neben MAN kann auch Solaris so etwas liefern. Damit hat sich Göppel auch einigen Kredit bei eventuellen zukünftigen Kunden verspielt (Beispiele sind mir bekannt).

Antw:Diesmal endgültiges Aus für Göppel?
« Antwort #3 am: 04. November 2014, 18:23 »
Nee, da bin ich anderer Meinung. Göppel ist Opfer der "ach so souveränen (und nicht von den Amis diktierten)" Außenpolitik geworden. Der Eigentümer Kirow aus Leningrad - äh St. Peterburg - war drauf und dran, Göppel in Rußland zu etablieren, als die Sanktionen gegen Rußland wega der Ukraine-Krise verhängt wurden, worauf die Russen natürlich noch Einfuhrstopps (eben auch für deutsche Busse) drauf legten. Ich bin beileibe kein Freund Rußlands, aber hier hat ein dortiger Investor versucht, den Standort Ehrenhain zu retten. Daneben würde das Fraunhofer IVI in Dresden seinen Buspartner verlieren. Und der "liebe Knecht" kümmert sich net drum. Mal sehen, ob sich was tut, wenn Herr Ramelow es schafft, MP in Thüringen zu werden.
Bist du beim Trinken, so bleib auch dabei. Deine Frau schimpft um zehn genau so wie um zwei.

Antw:Diesmal endgültiges Aus für Göppel?
« Antwort #4 am: 06. November 2014, 11:21 »
Nee, da bin ich anderer Meinung.
Zum Glück dürfen wir verschiedene Meinungen haben.

Zitat
Der Eigentümer Kirow aus Leningrad - äh St. Peterburg - war drauf und dran, Göppel in Rußland zu etablieren,
Na dann mal Butter bei die Fische, welche konkreten Aufträge hat es denn gegeben?

Antw:Diesmal endgültiges Aus für Göppel?
« Antwort #5 am: 08. November 2014, 22:25 »
Der Eigentümer Kirow aus Leningrad - äh St. Peterburg - war drauf und dran, Göppel in Rußland zu etablieren,
Na dann mal Butter bei die Fische, welche konkreten Aufträge hat es denn gegeben?
Es gab noch keine, aber der go4city19 war zu Testfahrten in St.Petersburg und evtl. auch anderen russischen Städten. Dann kamen die Sanktionen.
Bist du beim Trinken, so bleib auch dabei. Deine Frau schimpft um zehn genau so wie um zwei.